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Lernen Sie unsere Messebotschafter*innen kennen

SiljaRichardIngeborg
Gabriel

Silja ist Patin bei "Careleaver Weltweit" und unterstützt "help to help (International) e.V." 

Was machst Du in Deinem freiwilligen Engagement? 

Ich engagiere mich seit 14 Jahren in verschiedenen Projekten.
Bürgerschaftliches Engagement war schon immer ein wichtiger Teil für mich, der mir vor allem auch von meiner Mutter vorgelebt wurde.

Momentan engagiere ich mich vor allem bei "help to help (International) e.V." und "Careleaver Weltweit". Dabei unterstütze ich soziale Projekte zum Beispiel in Nepal und Tansania, indem ich ihre Produkte auf dem Tollwood verkaufe und Spenden für diese sammle. Konkret werden dabei z.B. von blinden Frauen in Nepal gefertigte Filzteppiche verkauft und eine Gesundheitsstation mit eigenem Krankenwagen in einer schwer zugänglichen Region Nepals unterstützt. Hierbei liebe ich besonders den gemeinsamen und familiären Umgang mit meinen Mitstreiter*innen. Ich freue mich sehr, dass durch den Verkauf der Produkte diese sozialen Projekte im Land selbst gefördert werden und sich ihre Möglichkeiten dadurch verbessern. Dabei legen wir großen Wert auf faire Preise und ein gleichberechtigtes Miteinander. 

Bei "Careleaver Weltweit" bin ich als Mentorin Ansprechperson für junge Menschen, die zum Beispiel in Pflegefamilien oder Wohngruppen gelebt haben und ins Ausland gehen möchten. Durch meinen eigenen einjährigen Aufenthalt in Indien, bei dem ich ehrenamtlich für eine Bildungseinrichtung für sozial benachteiligte Kinder gearbeitet habe, kann ich Careleaver*innen bei ihrem Weg ins Ausland zur Seite stehen. Dabei geht es um Packlisten oder Bafög-Anträge oder einfach ein offenes Ohr für die Mentees. Hierbei freut mich besonders, dass ich Einblicke in eine Community bekomme, dir mir zuvor nicht zugänglich war. Dabei ärgere ich mich besonders über die schlechten Bedingungen, die der Staat für Careleaver*innen geschaffen hat. Der gemeinsame Austausch und tolle Seminare machen mir besonders Spaß.

Was motiviert Dich?

Mich motiviert ganz besonders, eine schöne Zeit mit anderen Menschen zu verbringen und dabei anderen etwas Gutes zu tun.

Gab es ein besonderes Erlebnis, das Du schildern möchtest?
Hat Dich ein Erlebnis besonders gefreut oder geprägt?

Meine Zeit in Indien nach dem Abitur war besonders prägend für mich. Zum ersten Mal mit anderen Menschen zusammenzuwohnen, zum ersten Mal zu arbeiten und auf eigenen Füßen zu stehen und das noch in einem Land, dass ich kaum kannte, mit Traditionen und Sprachen die mir unbekannt waren. Tatsächlich hat es auch meine späteren Entscheidungen beeinflusst, Buddhistische und Südasiatische Studien an der LMU zu studieren und dort auch in der Fachschaft aktiv zu werden. Bei "Careleaver Weltweit" freue ich mich sehr, dass meine Mentee nach ihrem Auslandsaufenthalt sehr gut wieder in Deutschland angekommen und super durchgestartet ist.

Was hast Du durch dein freiwilliges Engagement gelernt?

Ganz besonders lernt man durch ein freiwilliges Engagement Intoleranzen und Vorurteile gegenüber verschiedenen Personengruppen abzubauen. Das ist für mich der wichtigste Teil für eine tolerante Zukunft in einer Mehrheitsgesellschaft. Man kann viel über verschiedene Personen annehmen, aber wenn man diese direkt trifft, merkt man erst, wie viele falsche Annahmen man zuvor hatte. Der direkte Austausch baut diese ab und stärkt ein positives Miteinander. Gemeinsam kann man sich gegen Ungerechtigkeiten einsetzen und Personen unterstützen, die in einem Bereich Unterstützung benötigen.

Laut einer aktuellen Studie sind Menschen, die sich engagieren, besonders glücklich. Was sagst Du dazu?

Mich macht es glücklich zu wissen, dass ich meinem Gegenüber ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann, dass ich eine Sorge entkräften kann oder man gemeinsam durch eine schwere Zeit durchsteht.  Dass auch meine kleinen Schritte jemand anderem helfen und das Leben ein bisschen erleichtern können.

Was erwiderst Du Menschen, die behaupten, sie hätten keine Zeit, keine Ideen oder nicht die entsprechenden Fähigkeiten, sich zu engagieren?

Jede/r kann sich freiwillig engagieren. Jede/r findet einen Bereich der ihm/ihr zusagt. Das Bürgerschaftliche Engagement in München ist ganz besonders vielfältig und birgt so viele Möglichkeiten, andere Menschen auf ihrem Weg zu begleiten, tolle Freunde zu finden und besondere Erlebnisse zu haben, dass nichts dagegenspricht, ein Ehrenamt zu beginnen. Von Sport-über Umweltthemen oder einer direkten Betreuung im Gesundheits- oder Integrationsbereich gibt es noch so viele weitere Überthemen, die nicht nur bei Freiwilligenmesse, sondern auch bei Freiwilligenagenturen vertreten sind. Diese können bei dem Weg ins Ehrenamt helfen. Und heutzutage gibt es enorm viele sehr kurzfristige Möglichkeiten, sich spontan für wenige Stunden zu engagieren. Für jedes Bedürfnis, für jede Fähigkeit kann man ein Ehrenamt finden.

Richard ist Lesepate und Lernhelfer beim Projekt LESEZEICHEN 

Was machst Du in Deinem freiwilligen Engagement? 

In meinem freiwilligen Engagement bin ich seit 8 Jahren an einer Grundschule tätig. Dort werden die Kinder für 1 Schulstunde aus dem Unterricht geholt. Ich helfe ihnen einmal die Woche und im Rahmen einer Einzelbetreuung als Lesepate und Lernhelfer beim Lesen und Lernen. Zusätzlich betreue ich Kinder einzeln noch nachmittags bei den Hausaufgaben. Die Begleitung erstreckt sich über mindestens 1 Schuljahr, oft geht sie aber über mehrere Schuljahre hinweg.

 

 

 

Was motiviert Dich, Dich zu engagieren?

Zu meinem Ehrenamt kam ich über den Wunsch, als Ruheständler wieder eine sinnvolle und regelmäßige Tätigkeit ausüben zu können.
Eine Tätigkeit, bei der sich etwas bewegen lässt und mit der ich auch etwas an die Gesellschaft zurückgeben kann. Zunächst kam die schwierige Frage, „was kann das sein“? Ich wusste nur, es sollte etwas Regelmäßiges sein und mit jungen Menschen zu tun haben. Zum Glück stieß ich bald auf einen Artikel über das Projekt LESEZEICHEN der Freiwilligenagentur TATENDRANG. Als selbst lesefreudiger Mensch lese- und lernschwachen Kindern helfen zu können, erschien mir als genau das Richtige! Aber dann kamen die Zweifel. In eine Schule bin ich schon als junger Mensch nicht gerne gegangen und mit zunehmendem Alter haben mich kleine Kinder, insbesondere wenn sie mir im „Rudel“ begegnet sind und laut waren, eher genervt. Also eigentlich denkbar schlechte Voraussetzungen für diese Tätigkeit! Als ich mich dann doch dafür entschieden hatte, bestätigte der Start alle meine Zweifel. Der allererste Satz, den mein erstes Kind zu mir sagte, lautete: „ich hasse Lesen“. Und das erste Arbeitsblatt das er bearbeiten sollte, flog mir mit einem wütenden „ich mag das nicht, ich kann das nicht“ entgegen. Aber nach ein paar sehr schwierigen Wochen sagte er plötzlich zu mir: „du bist jetzt mein Freund“. Damit wurde die Zusammenarbeit nicht wesentlich einfacher, aber ich merkte, dass es bei dieser Tätigkeit nicht nur darum geht, Kindern beim Lesen und Lernen zu helfen. Sondern dass es genauso wichtig ist, einfach für sie da zu sein, ihnen Aufmerksamkeit zu schenken und ein offenes Ohr zu haben für ihre Sorgen und Nöte. Oder zu versuchen, sie ein Stück mutiger zu machen, sie zu trösten oder auch mit ihnen einfach nur zu lachen und rumzualbern! Also, auch „Seelenstreichler“ und „Kummerkasten“ zu sein. 

Hat Dich ein Erlebnis besonders gefreut oder geprägt?

Selbstverständlich kann man, bei ein oder zwei Schulstunden pro Woche, die Problemwelt dieser Kinder nicht verändern. Aber es ist immer wieder erstaunlich zu erleben, dass man trotzdem jedem Kind in irgendeiner Form etwas Gutes tun kann und dass man immer die Chance hat, bei jedem Kind eine positive Spur zu hinterlassen. Wie schön ist es zu erleben, wenn sich z.B. das Lesen stückweise verbessert und ein Kind in einem Buch nicht mehr einen „feindlichen Gegenstand“ sieht. Oder wenn sie erzählen, dass sie jetzt auch zuhause lesen! Oder wenn sie von sich aus den Wunsch äußern, endlich einmal mit so einem verflixten Arbeitsblatt fertigzuwerden und wenn sie mit einem freudigen „geschafft“ die Arme hochreißen und zufrieden ins Klassenzimmer zurückkehren. Und wenn sie dann noch zu einem Sätze sagen, wie „es ist schön, wenn du da bist“, oder „ich werde dich vermissen“, oder „du hast immer an mich geglaubt“, dann freue ich mich wahnsinnig darüber.

Was hast Du durch freiwilliges Engagement gelernt?

So erlebe ich jetzt schon seit Jahren eine tolle, abwechslungsreiche und spannende Tätigkeit, die mir eine neue sinnvolle Aufgabe und Herausforderung geschenkt hat, bei der ich ständig dazulernen muss. Meine Woche hat wieder eine feste Struktur und bringt mich regelmäßig mit neuen Menschen zusammen, mit denen ich sonst nie in Kontakt käme. Ich bekomme so viel an Sympathie und Wertschätzung zurück. Außerdem habe ich dabei gelernt, dass man nie zu alt ist, um sich etwas Neues zuzutrauen und wie gut es einem tut, etwas Gutes zu tun.
Und so bin ich mir ganz sicher, dass mir in dieser Lebensphase kaum etwas Besseres hätte passieren können, als diese Aufgabe zu übernehmen. Und wenn mich daran etwas stört, dann nur, dass ich nicht schon früher damit begonnen habe.

Ingeborg engagiert sich in ihrer Nachbarschaft 

Warum engagierst Du Dich freiwillig, was motiviert Dich?

Mit Mitte 40, die Kinder sind aus dem Haus, entschloss ich mich für ein Jahr aus meinem gesicherten Leben auszusteigen. Es reichte mir nicht mehr, Aufrufe gegen die atomare Aufrüstung zu unterschreiben oder zu demonstrieren: Ich wollte etwas tun. Ein Sabbatjahr (1981/82) gab mir die Gelegenheit, bei EIRENE in Belfast/Nordirland, einer Organisation, die international gewaltfrei für den Frieden aktiv ist, einen Friedensdienst zu leisten. Damit erlebte ich hautnah den Bürgerkrieg zwischen Katholiken und Protestanten, und begegnete vielen Menschen, die sich für ein friedliches Miteinander einsetzen. Ich nahm an Trainings zu Gewaltfreiheit teil, die mir jedoch sehr theoretisch erschienen. Dieses Jahr in Nordirland war eine unglaublich intensive, emotionale Zeit und prägt mein Leben bis heute. 

Wie hat Dich diese Erfahrung weiter geprägt? Was hast Du gelernt?

Zurück in Deutschland bildete ich mich weiter, lernte Mediation und nahm über Jahre teil an Kursen in Friedenserziehung und Gewaltfreiheit in West- und Ostdeutschland. Meine freie Zeit verbrachte ich lange Jahre in Nord-Irland, später in Projekten in Süd-Italien und Bosnien.

Was machst Du in Deinem freiwilligen Engagement konkret?

Das freiwillige Engagement erfüllt mein Leben auch heute mit 85. Ich arbeite nicht mit Institutionen zusammen. Ich suche Begegnungen in der Nachbarschaft, im Flüchtlingsheim, unter den Mitbewohnern des Mietshauses, in dem ich seit Jahrzehnten wohne.

Wenige Beispiele von vielen:

  • Bei einem Besuch in einer Förderklasse für jugendlichen Migrant*innen wurden auch die Konflikte innerhalb der Gruppe deutlich: Es gab unterschiedlichen Migrationshintergrund, kulturelle Prägungen und Vorurteile. Ich griff dies auf und arbeitete - mit kleinen Gruppen - zu Hause bei mir an diesen Konflikten im Sinne von Friedenserziehung weiter. Zu drei Afghanen entwickelte sich eine fortdauernde Beziehung, seit Anfang der 2000er Jahre bis heute. Das sind meine "drei afghanischen Söhne " und bis heute bin ich sehr mit ihnen verbunden.
  • Oder S., ein junger Afghane, der nach einem Bombenangriff auf sein Elternhaus mit einem Splitter im Kopf nach Deutschland kam und erfolgreich operiert wurde. Dankbar für diese Hilfe, engagiert er sich seinerseits. Seit sechs Jahren begleite ich ihn durch seine Hochs und Tiefs. Jetzt hat er ein Masterstudium mit 1,0 abgeschlossen. Und er bildet HEROES bei der AWO aus, die sich gegen Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und für Gerechtigkeit einsetzen.
  • Ein Italiener, ein irakischer Kurde und zwei indische Studentinnen sind Mitbewohner*innen in meinem Haus. Ich unterstütze sie beim Deutschlernen und in bürokratischen Angelegenheiten. So hat sich ein vertrauensvolles Miteinander entwickelt.

Was möchtest Du als Botschaft weitergeben?

Mir ist immer wichtig, dass die Menschen selbst aktiv versuchen, ihre Situation zu verändern. "Ich will dir deinen Weg nicht vorgeben, dir nichts abnehmen, aber an deiner Seite sein, damit du deinen Weg findest." Nicht die Selbstverantwortung nehmen, sondern Beistand leisten, wo es nötig ist und sie stärken. Ich mag das Wort HELFEN nicht: Helfen schafft eine ungleiche Situation. Es ist wichtig, auf Augenhöhe zu bleiben.

Was sagst Du dazu, dass behauptet wird, Engagement mache besonders glücklich?

Ich bin glücklich, wenn ich das Gefühl habe, jemandem von Nutzen zu sein. "Ich habe immer mehr zurückbekommen als ich gegeben habe." Begegnungen zu schaffen ist mir zunehmend wichtig geworden in einer immer anonymer werdenden Gesellschaft. Ich will Mut machen, auf andere zuzugehen. Dazu dienen mir auch meine Potlucks, eine indianische Tradition des Teilens und der Gastfreundschaft. Ich lade jeweils fünf Personen ein, die ich z.T. kaum oder gar nicht kenne. Je internationaler desto interessanter. Es geht darum, sich zuzuhören. Jede/r bringt etwas zu essen mit und erzählt aus ihrem/seinem Leben. Es sind bewegende Lebensgeschichten, Gedanken, Gefühle und Vorhaben, die zu Tage treten. So bilden sich Querverbindungen und neue Freundschaften.

"Ich kann nicht erwarten, dass die Welt zu mir kommt. Ich muss auf andere zugehen, wenn mir Begegnungen so wichtig sind.“

Gabriel macht einen Bundesfreiwilligendienst im Kulturzentrum GOROD 

Was genau machst Du in Deinem freiwilligen Engagement?
Was ist Deine Aufgabe?

Ich arbeite als Bundesfreiwilligendienstler (BFD) in dem russischsprachigen Kulturzentrum GOROD, welches ein Teil der GIK e.V ist.  Mein Jahr hat sich bisher als abwechslungsreich herausgestellt. Ich kann mich sowohl mit Putzen, Kochen und Gästebetreuung als auch mit kulturellen Initiativen und Projekten beschäftigen. Es ist echt spannend und hört nie auf, mich herauszufordern.

Was motiviert Dich, Dich zu engagieren? 

Aufgrund der Erschöpfung, die ich allmählich spüre, könnte ich behaupten, dass die Aufwandsentschädigung zu meiner Motivation geworden ist. Spaß!

Meine größte Motivation des Weitermachens besteht darin, die nicht so schönen Seiten der Welt entdeckt zu haben. So bitter es sein mag, aber so erkenne ich meine Privilegien besser und bin hoffentlich dankbarer. Dadurch, dass mein Engagement auch anspruchsvoll und herausfordernd sein kann, versuche ich diese Entwicklung zu schätzen und eine Lehre für‘s Leben daraus zu ziehen.

Was ist Dein persönlicher, beruflicher Hintergrund? 

Ich bin dieses Jahr frisch 20 geworden und zurück in meinem Heimatland (Brasilien) habe ich, nachdem ich mit der Schule fertig war, das Tanzstudium angefangen. Damit bekommt man mit, dass ich ein Tänzer bin. Bevor ich nach München kam, war ich in Portugal, wo ich eine Tanzschule für 10 Monate besuchte. Kultur und Kunst sind ein Teil von mir.

Gab es ein besonderes Erlebnis, das Du schildern möchtest?
Hat Dich ein Erlebnis besonders gefreut oder geprägt? 

Ja, und zwar schon bevor ich mit dem Bundesfreiwilligendienst anfing. Beim ersten Kontakt mit meiner Einsatzstelle konnte ich erleben, dass es immer Wege gibt, selbst aus einer verzwickten Situation herauszufinden. Ich bin sehr plötzlich auf diese Einsatzstelle gestoßen und habe mir anfangs nicht zugetraut, dass ich dorthin passen würde. Bin jedoch mittlerweile seit schon einem Jahr hier. Dieses Erlebnis zeigte mir, dass neue Herausforderungen nicht so zu fürchten sind.

Was möchtest Du als Botschaft weitergeben? 

Mir ist kürzlich eine Aussage eingefallen, die zu meiner aktuellen Lage passt: „Nichts im Leben wird einfacher, sondern du wirst stärker.“
Da ich sie mir sehr zu Herzen nehmen will, gebe ich sie anderen weiter. Ich hoffe, dass jeder erkennt, wie überaus fähig wir sind, auch angesichts von scheinbar unlösbaren Problemen.

Gab es ein besonderes Erlebnis, das Du schildern möchtest?
Hat Dich ein Erlebnis besonders gefreut oder geprägt? 

Mir wurde allmählich klar, dass Belastbarkeit eine positive Eigenschaft ist, aber das heißt nicht, dass ich deshalb alles ertragen muss.
Die Grenze zwischen sich entwickeln und sich strapazieren mag vielleicht nicht so klar sein.
Darauf will ich mehr Rücksicht nehmen, auf der Suche nach einem besserem Respekt mir selbst gegenüber. 

Laut einer aktuellen Studie sind Menschen, die sich engagieren, besonders glücklich.
Was sagst Du dazu? Was ist Dein persönlicher Tipp, um glücklich zu sein? 

Ich kann nicht behaupten, dass für jeden der Weg zum Glück der gleiche ist. Ich bin mir aber sicher, dass es etwas bringt, sich einer Herausforderung zu stellen. Durch bestimmte Fragen wird man nachdenklicher und das kann dazu führen, seine eigenen Lebensbedingungen besser zu schätzen.  Als ein 20-jähriger, der keinesfalls alles gelernt hat, sehe ich mich nur in der Lage, etwas Kleines mitzuteilen:Glücklichsein kommt durch Selbsterkenntnis. Diese kann sich durch Ausprobieren eines Engagements entfalten und gewissermaßen dazu beitragen. Mir wurde klar, dass ich mich täglich selbst besser fühlen will und folglich glücklicher fühlen kann.

Was erwiderst Du Menschen, die sagen, sie hätten keine Zeit, keine Ideen, kein Geld oder Fähigkeiten, sich zu engagieren? 

Ganz kurz und knapp: wir können zahlreiche Ausreden finden, um etwas zu vermeiden. Wenn man keine Lust darauf hat es auszuprobieren, dann sollte man mindestens ehrlich sein anstatt nach Rechtfertigungen zu suchen.